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Kalender der Religionen

Nicht jede Religion oder Religionsgemeinschaft verwendet ein vollständig eigenes Kalendersystem wie etwa den jüdischen oder islamischen Kalender. Manche Traditionen besitzen vielmehr einen eigenen Beginn der Jahreszählung, besondere Festtage oder regionale Varianten. Sie orientieren sich für die Berechnung der Daten jedoch an bestehende Kalendersysteme.

In dieser Rubrik werden solche religiösen Kalender vorgestellt. Sie dokumentieren, wie verschiedene Gemeinschaften Zeit, Jahresanfänge und religiöse Feste innerhalb ihrer Tradition bestimmen. Dazu gehören auch unterschiedliche Ausprägungen derselben Tradition, wie etwa die traditionelle und die Diaspora-Version des jezidischen Kalenders.

Die Übersicht soll die Vielfalt religiöser Zeitrechnung sichtbar machen und zugleich die Unterschiede zwischen eigenständigen Kalendersystemen und religiösen Kalendertraditionen verständlich einordnen.

Der Jesidische Kalender

Das Jesidentum (auch Ezidentum genannt) ist eine eigenständige, monotheistische Religion mit einer jahrtausendealten Geschichte.

Die Jesiden glauben an einen einzigen Gott (Xwedê), der die Welt erschaffen hat. Da Gott nach jesidischer Vorstellung so rein und erhaben ist, dass er nicht direkt in das Weltgeschehen eingreift, hat er die Erde der Obhut von sieben Engeln anvertraut.

Das Jesidentum hat seine Wurzeln im antiken Mesopotamien (heutiger Nordirak, Syrien, Türkei). Die Jesiden sind eine ethnisch-religiöse Gruppe; ihre Muttersprache ist überwiegend das kurdische Kurmandschi, in dem auch die heiligen Texte (Qewls) mündlich überliefert werden.

Die jesidische Gemeinschaft ist nach strengen sozialen Regeln organisiert. Man kann nicht zum Jesidentum konvertieren. Jeside ist nur, wer von jesidischen Eltern geboren wurde. Jesiden dürfen nur innerhalb ihrer eigenen Religionsgemeinschaft heiraten.

Das wichtigste religiöse Zentrum und Heiligtum ist das Tal von Lalish im Nordirak. Dort befindet sich das Grab von Scheich Adi, einer zentralen Reformfigur des Jesidentums aus dem 12. Jahrhundert. Jeder Jeside sollte einmal im Leben eine Pilgerreise dorthin unternehmen.

Jesiden wurden aufgrund von sich hartnäckig haltenden Vorurteilen immer wieder verfolgt und diskriminiert. Zuletzt durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) im Jahr 2014, was zu einer großen Fluchtwelle führte.

Der jesidische Kalender basieren auf einem Solarkalender, der oft als „Ezidischer Kalender“ (kurdisch: Kelenna Rojhilatê – Ost-Kalender) bezeichnet wird. Dieser entspricht in seiner Struktur weitgehend dem julianischen Kalender und geht dem gregorianischen Kalender aktuell um 13 Tage nach. Im jesidischen Kalender beginnt ein neuer Tag traditionell mit dem Sonnenuntergang des vorherigen Abends.

Die Zeitrechnung beginnt laut Tradition 4.750 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung. Das gregorianische Jahr 2026 entspricht dem jesidischen Jahr 6776. Der Mittwoch ist der heiligste Wochentag der Jesiden (Tag der Schöpfung), während der Freitag oft als Tag der Ruhe und Versammlung für Feste dient.

Der jesidische Kalender nutzt Monatsnamen, die auf das antike babylonisch-aramäische System zurückgehen. Diese Namen werden auch heute noch in vielen Teilen des Nahen Ostens (wie im Irak oder Syrien) für die Monate verwendet.

Der jesidische Kalender folgt der Struktur (Monatslängen, Schalttage) des julianischen Kalenders. Aber das neue Jahr beginnt im Jesidentum nicht am 1. Januar, sondern im Frühling. Das jesidische Neujahr, Çarşema Sor (Roter Mittwoch), findet immer am ersten Mittwoch im April nach dem julianischen Kalender statt. Daher fällt das jesidische Neujahr immer auf einen Mittwoch, der auf oder nach den 14. April des gregorianischen Kalenders fällt.

Der jesidische Kalender bestimmt seine Fest- und Feiertage überwiegend auf Grundlage des julianischen Kalenders. Ein Teil der Feste ist an feste Kalendertage gebunden, während andere – wie beispielsweise das jesidische Neujahr (Çarşema Sor) – nach bestimmten Regeln berechnet werden und auf einen festgelegten Wochentag innerhalb eines Monats fallen. Darüber hinaus umfasst der Kalender einige religiöse Gedenktage, die auf den islamischen Mondkalender zurückgehen und daher jährlich im Kalender wandern. Ergänzt wird der Kalender durch moderne Gedenk- und Erinnerungstage, die direkt nach dem gregorianischen Kalender festgelegt sind. Der jesidische Kalender vereint also drei unterschiedliche Zeitrechnungssysteme und spiegelt damit sowohl religiöse Traditionen als auch historische und aktuelle Entwicklungen wider.

Jesidischer Kalender 2026
Jesidischer Kalender 2026

Warum wird der Jesidische Kalender in zwei Varianten angeboten?

Die Berechnung und der Aufbau eines jesidische Kalenders sind ein komplexes Thema, das innerhalb der jesidischen Gemeinschaft, unterschiedlich gehandhabt wird. Wir bieten Ihnen hier zwei Varianten zum Download an: die traditionelle, theologische Berechnung und die moderne, pragmatische Anpassung in der Diaspora.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir uns kein Urteil darüber erlauben, welche dieser Varianten "richtig" oder "falsch" ist. Unser Ziel ist es, die aktuell gelebte Realität der jesidischen Kultur in bestmöglicher Weise darzustellen.

Der Traditionelle (Julianische) Kalender

Diese Variante basiert auf dem traditionellen "Östlichen Kalender", der dem julianischen Kalender entspricht. Religiöse Feste und Fastenzeiten werden streng auf Basis dieses Kalenders berechnet, weshalb sie im westlichen Kalender jährlich auf unterschiedliche Daten fallen. Für Traditionalisten ist dies die einzige theologisch legitime Basis, da die religiösen Texte (Qawls) untrennbar mit diesem Zeitrechnungssystem verbunden sind.

Der Reformierte (Gregorianische) Diaspora-Kalender

Diese in der Diaspora verbreitete Variante passt wichtige Feiertage, insbesondere die Feste und Fastenzeiten im Dezember, künstlich an den im Westen üblichen gregorianischen Kalender an. Ziel ist es, die Feste mit dem Arbeits- und Schulleben sowie den westlichen Feiertagen kompatibel zu machen, indem sie starr in die ersten drei Wochen des gregorianischen Dezembers gelegt werden. Obwohl pragmatisch, ist diese Anpassung innerhalb des Jesidentums umstritten, da sie von Traditionalisten als theologisch inkorrekte Verlegung des religiösen Kerns abgelehnt wird.

Größere Bilder? Kein Problem.

Der DIN-A4-Kalender steht kostenlos als Download zur Verfügung und ist ideal für den Ausdruck zu Hause oder im Büro.

Doch manche Ideen verdienen mehr Platz.

Deshalb fertigen wir bei mnestik Ihren Kalender als physisches Wandbild in den Formaten A3, A2 und A1 an. Jedes Exemplar wird von uns individuell für das gewünschte Format gestaltet und als hochwertiger Druck produziert – Sie erhalten also kein hochskaliertes A4-PDF, sondern ein vollständig neu aufgebautes Kalendermotiv.

Gerade in größeren Formaten entfaltet die Kreisgrafik ihre besondere Wirkung: Farben und Beschriftungen wirken großzügiger, Zusammenhänge werden noch leichter erkennbar und der Kalender wird selbst zu einem dekorativen Blickfang.

Warum unsere Großformate anders sind

Bei einer einfachen Vergrößerung würden Linien zu dicht zusammenrücken und Beschriftungen ihren Vorteil verlieren.

Deshalb gestalten wir jede Größe neu.

Für jedes Format werden Abstände, Schriftgrößen, Kalenderringe und Positionen der Beschriftungen individuell angepasst. So nutzt jeder Kalender die zusätzliche Fläche optimal aus und bleibt auch aus größerer Entfernung hervorragend lesbar.

Unsere Formate

A3

Der ideale Einstieg ins Großformat.

Mit der doppelten Fläche eines A4-Kalenders wirkt die Kreisgrafik deutlich offener und eignet sich perfekt für Arbeitszimmer, Klassenräume oder als persönliches Geschenk.

A2

Ein beeindruckendes Schaubild.

Die größere Fläche schafft mehr Ruhe in der Darstellung und macht den Kalender zum idealen Blickfang für Büros, Bildungseinrichtungen oder öffentliche Bereiche.

A1

Maximale Wirkung.

Das A1-Wandbild entfaltet die gesamte Stärke der Kreisgrafik und eignet sich hervorragend für Gemeinden, Präsentationen, Ausstellungen, Behörden, Unternehmen oder große Veranstaltungsräume.

Ein Wandbild mit Bedeutung

Unsere Großformate sind mehr als Kalender.

Sie werden zu dekorativen Wandbildern, die kulturelle Vielfalt sichtbar machen und Gespräche anregen. Ob in der Gemeinde, im Besprechungsraum, im Klassenzimmer, im Eingangsbereich oder im Wohnzimmer – die Kreisgrafik lädt dazu ein, die Kalender miteinander zu vergleichen und den Jahresverlauf neu zu entdecken.

Viele Kundinnen und Kunden bestellen die Großformate als:

  • hochwertiges Geschenk,
  • Wandbild für das eigene Zuhause,
  • Schaubild für Gemeinde, Unterricht und Weiterbildung,
  • Informationsposter für Unternehmen oder Behörden,
  • Ausstellungsstück für interkulturelle Veranstaltungen.

Individuell gefertigt

Jedes Großformat wird nach Ihrer Auswahl produziert.

  • hochwertige physische Drucke statt einfacher Dateivergrößerungen,
  • für jedes Format neu gestaltete Grafik,
  • optimale Lesbarkeit durch angepasste Gestaltung,

Ihr persönlicher Kalender wird von uns gefertigt und als hochwertiges Wandbild produziert – bereit für einen professionellen Ausdruck und eine eindrucksvolle Präsentation.

Hinweis zur Nutzung und Weitergabe

Der Download wird Ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die bereitgestellten Dateien dürfen ausschließlich für den eigenen Gebrauch im Rahmen der jeweils angegebenen Nutzungsbedingungen verwendet werden.

Nicht gestattet ist es, die Dateien – unabhängig davon, ob hierfür ein Entgelt verlangt wird oder nicht – auf anderen Websites, Download-Portalen, Cloud-Diensten oder vergleichbaren Plattformen zum Download bereitzustellen oder weiterzuverbreiten.

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Jesidischer Kalender

Traditonelle Version

Gregorianisch --> Jesidisch

jesidischer Kalender

Das gregorianische Jahr 2026 umfasst die jesidischen Jahre 6775 und 6776

Jesidisch --> Gregorianisch

jesidischer Kalender

Das jesidische Jahr 6776 umfasst die gregorianischen Jahre 2026 und 2027

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